Von Ingrid Gerstbach

Die Boston Consulting Group (BCG) hat die innovativsten Unternehmen der Welt auch im Jahr 2014 wieder gründlich unter die Lupe genommen und eine Studie dazu veröffentlicht. Dabei stand nicht nur die Frage im Vordergrund, wer die innovativsten Unternehmen der Welt sind, sondern auch, was diese so einfallsreich macht und worin sie sich von anderen Unternehmen unterscheiden.

innovative unternehmen 2014

Die 4 wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie

  • Der Gewinner ist im BCG-Ranking niemand geringerer als Apple. Und das bereits zum zehnten Mal in Folge. Platz 2 nimmt Google ein, gefolgt von Samsung auf Platz 3 - beide ebenfalls bekannte Innovationstreiber.
     
  • Unter den Top Ten befinden sich fast nur amerikanische Unternehmen, Samsung auf Platz 3 und Toyota Motors auf Platz  8 bilden die Ausnahmen.
    Das erste deutsche Unternehmen, Siemens, bezieht Platz 15, danach folgen weitere deutsche wie BMW, Audi, Bayer und BASF.
     
  • Die ersten fünf Plätze sind ausnahmslos für Unternehmen der Elektronik- und IT-Branche reserviert. Insgesamt finden sich 21 von 50 Plätzen in der Eletktronik- und IT-Branche wieder.
     
  • Die Automobilbranche hat 2014 innovationstechnisch gesehen offensichtlich einen Gang zurückgeschaltet: Waren es im Jahr 2013 noch 14 Vertreter im Top-50-Ranking, sind es dieses Jahr nur noch 9, allerdings liegen die ersten dafür weit vorne (Platz 7 Tesla, Platz 8 Toyota).

Was machen diese Firmen bei Innovationen anderes?

Für Innovationen gibt es kein Patentrezept, vielmehr ist es das Mindset, die Einstellung und Grundhaltung die den entscheidenden Unterschied macht. Einige Gemeinsamkeiten bei den besonders innovativen Unternehmen lassen sich aber dennoch finden:

  • Multidisziplinäre Teams: Innovationen werden nicht im stillen Kämmerchen alleine gesucht und gefunden, sondern wirkliche Innovationen kommen aus mehreren Quellen. Neben den eigenen Mitarbeitern werden auch Lieferanten, Kooperationspartner und vor allem Kunden miteinbezogen.
     
  • Perspektivenwechsel: Nicht mehr der Verkauf einer Ware oder Dienstleistung steht im Vordergrund, vielmehr geht es darum, einen Service, ein Erlebnis rund um das Produkt zu schaffen. Mit der Ausrichtung auf den Nutzen für den Kunden. Amazon ist dafür ein Paradebeispiel.
     
  • Unternehmenskultur: Fehler sind erlaubt, wenn daraus gelernt wird, Kritik wird in konstruktives Feedback umgewandelt, Mitarbeiter dürfen ihre Ideen einbringen und umsetzen, mehr Freiraum auch für die eigene Entwicklung etc. Innovation muss in allen Belangen und in allen Hierarchien wirklich gelebt werden und darf nicht nur ein neues Marketing-Schlagwort sein.

Wenn das nicht viele gute Gründe für mehr Design Thinking in Unternehmen sind ;)