Von Ingrid Gerstbach

Wann immer ich in Workshops Lego-Steine auspacke, kommt ein freudestrahelndes Lächeln auf die Gesichter der Anwesenden. Viele von uns sind mit Lego im Kinderzimmer aufgewachsen und der Anblick der bunten Bauklötze weckt Erinnerungen an schöne und unbeschwerte Zeiten. Aber was hat Lego nun mit komplexen Problemdenken zu tun?

Design Thinking benötigt zum Start ein solides Verständnis für das eigentliche Problem, um mittels Kreativität und Innovation komplexe Probleme zu lösen. Nun ist Design Thinking ein Prozess, der sowohl das logische als auch das kreative Denken anregt, um zu eben diesen innovative Lösungen zu kommen. Um die Anwendung von Design Thinking zu erleichtern, gibt es daher ein paar Hilfestellungen wie Methodenkarten, Rollenspiele, Gruppendiskussionen, Szenarien und eben auch Lego® Serious Play®.

Die Verwendung der bunten Legosteinen und lustigen Figuren sorgen im Team für einen regen Austausch von Ideen im Rahmen der Unternehmensstrategie.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Design Thinking Berater

Sie können Lego Serious Play z.B. während Teamsitzungen verwenden, um Erfahrungen zu visualisieren oder komplexe Fakten einfacher zu kommunizieren. Dabei führt ein erfahrener Moderator durch eine Reihe von Fragen, die zu einem gemeinsamen, tieferen Verständnis für das eigentliche Problem führen. Die Team-Mitglieder bauen mit den Lego-Figuren und Elementen auf Grundlage dieser Fragen Modelle, die eine hervorragende Basis zur Diskussion rund um die Problemlösung schaffen und strategische Entscheidungen zu treffen erleichtert. Denn vor allem hilft das Lego-Set dabei, neue Erkenntnisse für alle sichtbar zu machen und ermöglicht dadurch eine gemeinsame Sprache.

Lego, Ihr Einsatz bitte!

  • Schnelle Umsetzung von Prototyping-Ideen: Jedes Teammitglied setzt mit den Grundsteinen seine Ideen um und beginnt mit Hilfe der anderen sein Modell zu ergänzen, zu erweitern oder zu modifizieren. Durch diese visuelle Präsentation erhalten die Anwesenden ein gemeinsames Verständnis und können zusammen daran weiterarbeiten.
     
  • Visualisierung von Ideen in 4D: Die Legosteine erschaffen eine dreidimensionale Welt. Durch die aktive Bewegung und Änderung der Steine werden die Modelle in eine vierte Dimension übertragen. Während des Meetings kann das Unternehmensszenario und innovative Strategien entsprechend geändert werden.
     
  • Eine offene Plattform für Herausforderungen jeder Art: Dieses Modell lädt jeden dazu ein, Ideen auszutauschen und aktiv zur Entscheidungsfindung beizutragen. Die kooperativen Szenarien bauen auf den einzelnen Ideen auf und schaffen ein gemeinsames, besseres Verständnis für die Herausforderungen.

Aufbau und Ablauf

Jede Lego Serious Play Gruppe sollte aus 4-8 Teilnehmer bestehen, damit genügend Raum zur Fokussierung und Diskussion zur Verfügung steht. Ein geschulter Moderator stellt nicht nur zur richtigen Zeit die richtigen Fragen, sondern hilft den Teilnehmern auch dabei, die Ideen auszutauschen und neue einzuwerfen, falls sie ins Stocken geraten sollten. Wichtig: Auch hier gilt, dass es während der Diskussion keine falschen, sondern nur richtige Antworten gibt. Die Modelle dienen einfach als Vorlage zur Diskussion. Zwar ist das Spiegelbild des jeweiligen Modells signifikant, aber noch wichtiger ist die eigentliche Bedeutung dahinter. Diese gilt es gemeinsam zu reflektieren.

Schritt für Schritt

Vor Beginn der eigentlichen Session ist es für die Beteiligten wichtig, sich dem ganzen Prozess langsam anzunähern. Dazu eignet sich eine Aufwärmephase, in der die Teilnehmer die Aufgabe bekommen, etwas Simples wie einen Turm oder ein Haus zu bauen. Dadurch werden die Steine zunächst mal spielend erkundet. Das hilft, um der Kreativität freien Lauf zu lassen.
Nach der Aufwärmphase führt der Moderator in die eigentliche Fragestellung. Dazu stellt er das Problem, das in der Diskussion gelöst werden soll, in allen Einzelheiten vor. Eine solche Fragestellung kann im Bau eines Modells liegen, das die Abläufe der internen Prozesse des Unternehmens darstellt.
Metapher: Danach geht es um die Antwortsfindung zur Frage. Dazu baut jeder einzelne an seiner eigene Idee herum.
Teilen: Diese wird dann im nächsten Schritt den anderen vorgestellt und erläutert. Die anderen Teammitglieder werden aufgefordert, aktiv Fragen zu stellen und weiterzubohren. Das dient dazu, die einzelne Elemente genauer zu betrachten und zu besprechen, die sonst womöglich außer Acht gelassen worden wären, aber womöglich einen entscheidenden Einfluss auf die Gesamtlösung haben.

Viele Tools aus dem Design Thinking Portfolio unterstützen Unternehmen dabei, durch Modelle ihre eigenen Herausforderungen zu reflektieren und Lösungen dazu zu finden. Im Gegensatz zu anderen Methoden regt die Methode mit Lego-Steinen die Kreativität der Teilnehmer an und macht nebenbei richtig Spaß ;)
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