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Der Anfang

Im Jahr 1969 hat der Sozialwissenschaftler Herbert A. Simon das Buch “The Sciences of the Artificial” geschrieben. Simon gilt als einer der einflussreichsten Sozialwissenschaftler des zwanzigsten Jahrhunderts und hat als Gründungsvater viel Vorarbeit bei mehreren der heute wichtigsten Bereichen der Wissenschaft wie der künstlichen Intelligenz, Informationsverarbeitung, Aufmerksamkeitsökonomie, Organisationstheorie, komplexe Systeme und Computersimulation geleistet. Sein Interesse galt vor allem der Kreativität und Innovation bei Entscheidungsfindungen und Problemlösungen.

Aufbauend auf Herbert A. Simon Arbeit schrieb Robert McKim 1973 das Buch “Die Erfahrungen in Visual Thinking”. Das Buch konzentriert sich auf die Art und Weise wie Wahrnehmungsdenkvermögen genutzt und verbessert werden kann - und wie mächtig diese Fähigkeiten sind, um die Welt zu verbessern und Ideen und Dinge zu verändern.

Schließlich erweiterte Rolf Faste in den 1980er Jahren in Stanford McKims Arbeit und erfand den Begriff “Design Thinking” als Methode des kreativen Handelns. In seiner einfachsten Form ist Design Thinking “eine formale Methode zur praktischen, kreativen Lösung von Problemen oder Fragen, mit der Absicht, eine bessere Zukunft herbeizuführen.” Es ist eine Methodik für die Verwirklichung Ihrer Ideen und Konzepte.

Das Experiment

1972 hat Bryan Lawson eine empirische Studie mit Psychologen, Architekten und Designforscher durchgeführt, um die Differenz zwischen problemorientierten und lösungsorientierten Menschen zu untersuchen. Er bat zwei Gruppen von Studenten, eine Schichtstruktur aus einer Reihe von farbigen Blöcken zu schaffen. Einmal sollte die rote dann die blaue Farbe dominieren, sonst gab es keine Regeln für die Platzierung. Dabei fand Lawson heraus: Die Wissenschaftler haben eine Technik versucht, bei der sie eine Reihe von Mustern und Kombinationen ausprobiert haben – so schnell wie möglich. So versuchten sie, die Möglichkeiten zu maximieren. (Problem-fokussierten) Im Gegensatz dazu wählten die Architekten ihre Blöcke, um den entsprechend gefärbten Umfang zu erreichen. Wenn eine Kombination sich als nicht akzeptabel herausstellte, wurde sie ersetzt -  bis eine akzeptable Lösung gefunden wurde. (Lösungsorientiert)

Nigel Cross stellte fest, dass Lawsons Studien zeigte, dass Wissenschaftler Problem durch Analyse zu lösen, während Designer Problem durch Synthese lösen. Design Thinking verwendet sowohl die Analyse als auch die Synthese verwendet.

Heute

Vor allem Roger Martin als auch Tom und David Kelley von IDEO gelten als die Väter des heutigen Design Thinkings. Sie haben Design Thinking raus aus der Wissenschaft hinein in die Wirtschaft gebracht.

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