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Wie lässt sich Innovation effektiv fördern? Wenn man an die Menschen appelliert, wird meistens nur wenig bewegt. Die Zusammenarbeit muss vielmehr so gestaltet sein, dass Menschen Anreize und Möglichkeiten haben, diesen Forderungen nachzukommen.

Eine Möglichkeit ist, in einem Diskurs alle relevanten Argumente auf den Tisch zu bringen und diese zu ordnen. Die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten werden miteinander verglichen, auf die vielversprechendsten reduziert und in einem Moderationsprozess so weit wie möglich integriert.

Durch die Miteinbeziehung vieler Menschen, können mehr Ideen und mehr Wissen einfließen. Das ermöglicht "kollektive Intelligenz" und bessere Lösungen. Aber es birgt auch die Gefahr von Gruppendenken und einem zu schnellen Gruppenkonsens. Eine Möglichkeit, diesen zu umgehen, ist, einen Advocatus Diaboli einzusetzen.

Advocatus Diaboli: Ideen kritisch hinterfragen

Mithilfe der Kreativitätstechnik Advocatus Diaboli können intensive, kontroverse Diskussionen angeregt werden, die wiederum als Entscheidungshilfe dienen und vor allem Gruppendenken gar nicht erst aufkommen lassen. Vor allem in der Ideengenerierungsphase lässt sich diese Kreativitätstechnik gut einsetzen.

Diskussionen stellen häufig eine gute Entscheidungshilfe dar. Allerdings gestaltet es sich manchmal schwierig, eine Diskussion in Gang zu bringen – insbesondere dann, wenn alle Beteiligten zumindest in Grundzügen einer Meinung sind.
Hier kommt der Advocatus Diaboli, also der Anwalt des Teufels, ins Spiel. Die Rolle des Advocatus Diaboli kann sowohl von einer einzelnen Person als auch von mehreren Personen übernommen werden.

Der Advocatus Diaboli nimmt in der Diskussion zu einem bestimmten Problem eine gegensätzliche Position ein. Auch wenn diese Position der tatsächlichen Meinung des Advocatus Diabolis widerspricht, muss er versuchen, die anderen Teilnehmer durch kontroverse Argumentation von seiner Sichtweise zu überzeugen. Üblicherweise entwickelt sich daraus eine lebhafte Diskussion.

Entscheidungshilfe durch Aufzeigen anderer Sichtweisen

Nach der Diskussion, die nicht zwingend lang sein muss, besprechen alle Teilnehmer gemeinsam, welche Argumente sie überzeugen konnten und welche nicht. Diese Kreativitätstechnik hilft Teilnehmern, verschiedene Sichtweisen auf ein Problem zu entwickeln und kann dadurch eine gute Entscheidungshilfe bieten.

Ein Vorteil dieser Kreativitätstechnik ist, dass Teilnehmer nebenbei ihre eigene Position schärfen und auf potenziell auftretende Gegenargumente gut vorbereitet sind.

Weiterführende Links

Gerstbach, I. (2016): Design Thinking im Unternehmen. Ein Workbook für die Einführung von Design Thinking. Offenbach: GABAL Verlag