Anleitung: Den Podcast kostenlos abonnieren
Für Profis: RSS-Feed
Unterstützen Sie den Podcast mit einer Bewertung

Seitdem wir auf der Welt sind, waren wir von anderen Menschen abhängig: Zuerst von den Eltern, die uns versorgen mussten. Dann in der Schule von den Lehrern, die uns beurteilen. Von den Mitschülern, die uns kategorisieren etc.

Viele von uns vermeiden es, aufzufallen, um ja nicht aus einer Gruppe ausgestoßen zu werden. Dabei ist genau dieses Auffallen und den Status Quo bewusst zu hinterfragen notwendig. Erst wenn wir die Perspektive wechseln, können wir Ideen finden, die Problemen lösen und die auch Innovationen ermöglichen.

An dieser Stelle ein paar Tipps, wie Sie mit der Angst, dass Ihre Ideen von anderen abgelehnt werden, umgehen können:

1. Nehmen Sie nicht alles persönlich

Eine Ablehnung spiegelt immer nur die momentane Wahrnehmung einer anderen Person wider bzw. deren persönlichen Geschmack. Eine Absage ist Ausdruck einer persönlichen Meinung oder auch eines eigenen Stils. Verwechseln Sie das bitte niemals mit der Beurteilung über Ihre Person!

2. Halten Sie durch und geben Sie nicht gleich klein bei

Wenn eine gute Idee eines braucht, dann ist es Ausdauer und Durchhaltevermögen. Nur die wenigsten werden einen roten Teppich erwarten können. Gerade am Anfang wird Ihr Weg oft steinig und hart sein. Es sind oft die, die durchgehalten haben, die hinterher den Erfolg einstreichen.

Erfreuen Sie sich an jedem kleinen Teilerfolg. Lernen Sie jeden kleinen Schritt zu schätzen. Machen Sie sich nicht damit verrückt, die Weltauflage erreichen zu müssen. Auch überzogene Erwartungen lassen eine Ablehnung riesengroß erscheinen, bis man jeden Mut verliert.

3. Sehen Sie auch das Positive

Achten Sie darauf, wie Sie etwas interpretieren: Viele hören zum Beispiel aus Aussagen wie „wir können die Idee in diesem Jahr leider nicht umsetzen“ nur die Ablehnung heraus. Ihnen entgeht völlig der entscheidende Punkt „in diesem Jahr“. Sie sehen also die Chance dahinter (nächstes Jahr) nicht.

Sehen Sie es positiv: Selbst eine Ablehnung ist ein Sieg, ein Sieg über sich selbst. Sie haben sich selbst überwunden und es versucht. Sie können stolz auf sich sein.

Überdies werden Sie aus jeder Absage auch für sich lernen können – und es beim nächsten Mal besser machen.

4. Schalten Sie Ihre Logik ein

Sehen Sie nicht gleich rot, suchen Sie erst nach einer harmlosen Erklärung. Niemand findet Ihre Idee gut? Vielleicht haben Sie diese nur schlecht erklärt oder die Personen haben den Zusammenhang nicht verstanden. Oder sind mit ihren Gedanken einfach gerade woanders.  Es kann viele verschiedene Gründe geben, warum etwas abgelehnt wird oder „durchfällt“. Das muss nichts mit Ihnen zu tun haben.

5. Arbeiten Sie an Ihren eigenen Blockaden

Ablehnung ist oft eher gefühlt, rein sachlich steckt nur selten ein Schaden oder Verlust dahinter. Sie hängt eher mit unseren eigenen Denkmustern und Blockaden zusammen.

Wer zum Beispiel ein schlechtes Bild von sich hat und sich für eine Niete hält, wird überall Ablehnungen seiner Ideen und Gedanken wittern und diese fast schon magisch anziehen. Andere wiederum zucken nur mit der Schulter und bringen trotz Ablehnung immer wieder neue Ideen.

Das heißt, wenn Sie Ihre Angst vor Ablehnung überwinden wollen, sollten Sie immer auch an möglichen Ursachen ansetzen und dafür Lösungen finden. Ob das nun ein Problem mit dem Selbstbild ist oder finanzieller Druck, der zu Existenzangst führt.

6. Unterscheiden Sie zwischen Ablehnung und konstruktiver Kritik

Scheren Sie nicht alles über einen Kamm: Was bei Ihnen als Ablehnung ankommt, kann auch konstruktive Kritik sein. Schauen Sie, ob Sie Tipps und Optimierungsvorschläge bekommen, und bessern Sie dann nach.

Sie müssen es nicht jedem recht machen. Doch wenn etwas öfter genannt wird, könnte das ein Hinweis für Sie sein, wo Sie noch „Potenzial“ haben.

Weiterführende Links

Das 4. BA Camp 2017

1. Usability Testessen in Wien